top of page

Warum die Lebensversicherung für Eltern so wichtig ist

28. Apr. 2025
5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 4 Tagen

Wenn man Kinder bekommt, verändert sich der Blick auf die Zukunft. Plötzlich geht es nicht mehr nur um die eigenen Wünsche und Ziele. Man übernimmt Verantwortung für Menschen, die auf einen angewiesen sind.


Man plant die Ausbildung der Kinder, denkt über die Wohnsituation nach und versucht, der Familie ein stabiles Zuhause zu bieten. Doch ein Thema wird dabei häufig aufgeschoben: Was würde passieren, wenn ein Elternteil unerwartet stirbt?


Diese Frage ist unangenehm. Trotzdem ist sie wichtig. Denn neben der emotionalen Belastung kann ein Todesfall auch erhebliche finanzielle Folgen haben.


Eine passende Ablebensversicherung kann helfen, diese Folgen abzufedern und der Familie Zeit zu geben, sich an die neue Lebenssituation anzupassen.



Was ist eine Lebensversicherung und welche Art ist für Eltern wichtig?


Der Begriff Lebensversicherung umfasst unterschiedliche Produkte. Manche dienen dem langfristigen Kapitalaufbau, andere sichern das finanzielle Risiko eines Todesfalls ab. Es gibt auch Verträge, die beide Bereiche miteinander verbinden.


Wenn es Eltern vor allem darum geht, ihre Familie im Todesfall finanziell abzusichern, ist besonders die Ablebensversicherung relevant.


Sie ist eine reine Risikoversicherung: Stirbt die versicherte Person während der vereinbarten Laufzeit, wird die vertraglich festgelegte Versicherungssumme an die bezugsberechtigte Person ausgezahlt. Läuft der Vertrag ab und tritt der versicherte Todesfall nicht ein, erfolgt bei dieser reinen Risikoversicherung keine Auszahlung.


Das unterscheidet sie von einer Er- und Ablebensversicherung, die zusätzlich einen Spar- beziehungsweise Kapitalaufbauteil enthalten kann.


Welche Variante sinnvoll ist, hängt davon ab, welches Ziel Sie verfolgen. Möchten Sie in erster Linie Ihre Angehörigen absichern, sollten Sie prüfen, ob eine reine Ablebensversicherung dafür passend ist.


Warum ist die Absicherung für Eltern besonders wichtig?


Solange beide Elternteile leben und arbeiten können, werden laufende Ausgaben häufig gemeinsam getragen. Fällt ein Einkommen durch den Tod eines Elternteils weg, bleiben viele Kosten jedoch bestehen.


Dazu gehören beispielsweise:

  • Miete oder Kreditraten

  • Lebensmittel und Betriebskosten

  • Kinderbetreuung und Ausbildung

  • Kosten für Mobilität und den Alltag

  • Weitere laufende Verpflichtungen der Familie


Besonders schwierig kann es werden, wenn ein Elternteil den Großteil des Familieneinkommens verdient oder die Familie eine Immobilie finanziert hat.


Eine Ablebensversicherung kann in dieser Situation finanzielle Unterstützung bieten. Sie ersetzt zwar keinen Menschen und nimmt der Familie nicht den emotionalen Verlust ab. Sie kann aber helfen, laufende Verpflichtungen zu erfüllen und größere finanzielle Entscheidungen nicht sofort unter Druck treffen zu müssen.


Ein Beispiel aus dem Familienalltag


Anna und Michael haben zwei kleine Kinder und finanzieren gemeinsam ihr Eigenheim. Beide Einkommen werden benötigt, um die laufenden Kosten zu bezahlen.


Wenn einer der beiden plötzlich stirbt, verändert sich die finanzielle Situation erheblich. Neben dem laufenden Einkommen kann auch Unterstützung bei der Kinderbetreuung fehlen. Gleichzeitig müssen Kreditraten, Betriebskosten und Ausgaben für die Kinder weiterhin bezahlt werden.


Eine passende Ablebensversicherung könnte in diesem Fall eine vereinbarte Geldsumme zur Verfügung stellen. Damit könnte der hinterbliebene Elternteil beispielsweise einen Teil des Kredits zurückzahlen, laufende Ausgaben decken oder die Betreuung der Kinder finanzieren.


Wie viel Unterstützung tatsächlich notwendig wäre, hängt von den persönlichen Umständen ab. Deshalb sollte die Versicherungssumme nicht einfach nach Gefühl gewählt werden.


Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?


Die passende Versicherungssumme ist eine der wichtigsten Fragen beim Abschluss.


Eine einfache Orientierung ist, zunächst den finanziellen Bedarf der Familie zu berechnen. Dabei sollten Sie nicht nur die Höhe des Einkommens betrachten, sondern auch die Ausgaben und die Frage, wie lange die Familie zusätzliche Unterstützung benötigen könnte.


Folgende Punkte können bei der Berechnung helfen:


1. Bestehende Kredite

Wie hoch sind die offenen Kreditverbindlichkeiten? Soll die Versicherung im Todesfall einen Teil oder den gesamten Kredit abdecken?


2. Laufende Familienkosten

Wie viel Geld benötigt die Familie monatlich, um Wohnen, Lebensmittel, Betreuung und andere notwendige Ausgaben zu bezahlen?


3. Wegfallendes Einkommen

Welcher Teil des Familieneinkommens würde durch den Tod des versicherten Elternteils wegfallen? Welche anderen Einnahmen stünden weiterhin zur Verfügung?


4. Alter der Kinder

Wie viele Jahre dauert es voraussichtlich noch, bis die Kinder finanziell selbstständiger sind? Bei kleinen Kindern kann der Unterstützungsbedarf über einen längeren Zeitraum bestehen.


5. Vorhandenes Vermögen und andere Leistungen

Gibt es Ersparnisse, andere Versicherungen oder mögliche Hinterbliebenenleistungen? Diese sollten bei der Berechnung berücksichtigt werden, ohne deren Höhe ungeprüft vorauszusetzen.


Die Versicherungssumme sollte somit zum tatsächlichen Bedarf passen. Eine möglichst hohe Summe ist nicht automatisch die beste Lösung, wenn die Prämie das Familienbudget dauerhaft überfordert.


Wie lange sollte die Versicherung laufen?


Auch die Laufzeit sollte sich an Ihrer Lebenssituation orientieren.


Eltern mit kleinen Kindern benötigen möglicherweise über viele Jahre zusätzlichen Schutz. Bei einer Immobilienfinanzierung kann es sinnvoll sein, die Laufzeit an die Dauer des Kredits anzupassen.


Sie könnten beispielsweise überlegen, wie lange Ihre Kinder voraussichtlich finanziell von Ihnen abhängig sein werden oder wann ein Kredit weitgehend zurückgezahlt ist.


Wichtig ist, dass Versicherungssumme und Laufzeit gemeinsam betrachtet werden. Der finanzielle Bedarf kann sich im Laufe der Jahre verändern. Deshalb lohnt es sich, die Absicherung bei größeren Veränderungen im Familienleben zu überprüfen.


Sollten beide Elternteile versichert sein?


Das hängt von der individuellen Situation ab. Häufig wird vor allem das Einkommen des Elternteils abgesichert, das am meisten verdient. Dabei wird leicht übersehen, dass auch die Arbeit des anderen Elternteils einen erheblichen finanziellen Wert hat.


Wenn beispielsweise ein Elternteil hauptsächlich die Kinder betreut und den Haushalt organisiert, müsste diese Unterstützung nach einem Todesfall möglicherweise teilweise durch bezahlte Betreuung oder andere Dienstleistungen ersetzt werden.


Deshalb kann es sinnvoll sein, den Absicherungsbedarf für beide Elternteile getrennt zu betrachten. Die benötigten Versicherungssummen müssen nicht gleich hoch sein.


Entscheidend ist, welche finanziellen Folgen der Ausfall der jeweiligen Person für die Familie hätte.


Was sollten Sie vor dem Abschluss beachten?


Eine Ablebensversicherung ist eine langfristige vertragliche Verpflichtung. Vor dem Abschluss sollten Sie deshalb einige Punkte genau prüfen.


Prüffrage

Warum sie wichtig ist

Wie hoch ist die Versicherungssumme?

Sie sollte zum finanziellen Bedarf der Familie passen.

Wie lange läuft der Vertrag?

Der Schutz sollte den relevanten Zeitraum abdecken.

Wer erhält die Leistung?

Die bezugsberechtigte Person sollte klar geregelt sein.

Welche Gesundheitsfragen werden gestellt?

Vollständige und wahrheitsgemäße Angaben sind wichtig.

Wie hoch ist die Prämie?

Sie sollte langfristig leistbar bleiben.

Welche Ausschlüsse gelten?

Sie bestimmen, in welchen Fällen keine Leistung erfolgt.

Vergleichen Sie mehrere Angebote und achten Sie auf die Vertragsbedingungen. Die Arbeiterkammer empfiehlt außerdem, vor dem Abschluss die Kosten, die Laufzeit und die konkrete Art der Lebensversicherung zu prüfen.


Wann ist der richtige Zeitpunkt?


Viele Eltern beschäftigen sich erst dann mit dem Thema, wenn ein Haus gekauft oder ein Kredit aufgenommen wird. Dabei kann die finanzielle Verantwortung bereits mit der Geburt eines Kindes deutlich steigen.


Ein früher Vergleich kann sinnvoll sein, weil die persönlichen Voraussetzungen Einfluss auf die Versicherbarkeit und die Prämie haben können. Ob und zu welchen Bedingungen ein Vertrag angeboten wird, hängt unter anderem vom Gesundheitszustand, dem Alter und dem gewünschten Versicherungsschutz ab.

Es gibt allerdings keinen Zeitpunkt, der für alle Familien gleichermaßen richtig ist.


Entscheidend ist, den eigenen Bedarf zu erkennen und die Absicherung mit dem verfügbaren Budget abzustimmen.


Fazit: Vorsorge bedeutet, Verantwortung zu übernehmen


Eine Ablebensversicherung kann für Eltern ein wichtiger Baustein der finanziellen Familienvorsorge sein. Sie kann helfen, die finanziellen Folgen eines Todesfalls abzufedern und den Hinterbliebenen mehr Handlungsspielraum zu geben.


Wichtig sind eine realistische Versicherungssumme, eine passende Laufzeit und Bedingungen, die Sie verstehen. Prüfen Sie auch, ob beide Elternteile ausreichend abgesichert sind und welche anderen Leistungen im Ernstfall zur Verfügung stehen könnten.


Es geht nicht darum, ständig an das Schlimmste zu denken. Es geht darum, sich rechtzeitig mit einer wichtigen Frage zu beschäftigen und eine Lösung zu finden, die zur eigenen Familie passt.


Sie möchten wissen, wie Sie Ihre Familie finanziell absichern können?



Gemeinsam können wir Ihre bestehende Absicherung betrachten und besprechen, welche Fragen bei Ihrer persönlichen Vorsorge wichtig sind.

Kommentare


bottom of page