Teilkasko – was sie schützt und warum sie sinnvoll ist
- Eszter Mesko
- 26. Aug. 2024
- 2 Min. Lesezeit
Für viele Autofahrer ist die Teilkasko ein Begriff, den sie zwar kennen, dessen Bedeutung aber nicht wirklich klar ist. Sie ist eine Zusatzversicherung zur gesetzlich vorgeschriebenen KFZ-Haftpflicht, doch im Gegensatz zur Haftpflicht schützt sie nicht andere, sondern das eigene Fahrzeug – allerdings nur in bestimmten Situationen. Wer versteht, wann die Teilkasko greift, kann gezielt entscheiden, ob sie für das eigene Auto sinnvoll ist.

Die Teilkasko kommt dann zum Tragen, wenn Schäden am eigenen Fahrzeug entstehen, ohne dass ein Unfall mit einem anderen Fahrzeug stattgefunden hat.
Typische Fälle sind Naturereignisse wie Hagel, Sturm, Überschwemmung oder Blitzschlag. Auch Schäden durch Feuer, Diebstahl oder Glasbruch fallen in den Schutzbereich der Teilkasko.
Wer sein Auto oft draußen parkt oder in einer Gegend mit hoher Diebstahlrate wohnt, profitiert besonders von diesem Schutz.
Ein Praxisbeispiel macht dies deutlich:
Markus parkt sein Auto vor dem Supermarkt. In der Nacht schlägt ein Sturm zu und ein Ast fällt auf das Dach seines Wagens. Die Karosserie ist beschädigt, die Scheibe zerkratzt. Ohne Teilkasko müsste Markus die Reparatur komplett selbst bezahlen. Mit Teilkasko hingegen übernimmt die Versicherung die Kosten. So sieht man sofort, wie wichtig diese Polizze für den Schutz vor unvorhersehbaren Ereignissen sein kann.
Die Teilkasko greift außerdem bei Wildunfällen, die gerade in ländlichen Regionen Österreichs häufig vorkommen. Ein Reh, das plötzlich auf die Straße springt, kann einen hohen Schaden am Fahrzeug verursachen. Die Teilkasko übernimmt hier die Reparaturkosten, während die Haftpflicht ausschließlich für Schäden an Dritten zuständig ist.
In Österreich ist die Teilkasko freiwillig, sie ergänzt die KFZ-Haftpflicht, die Schäden an anderen abdeckt. Die Versicherungssummen sind in der Regel ausreichend hoch, um größere Schäden an Fahrzeugen zu decken.
Wichtig ist, die Selbstbeteiligung zu beachten, also jenen Betrag, den der Versicherungsnehmer selbst tragen muss. Je höher die Selbstbeteiligung, desto niedriger ist oft der monatliche Beitrag – eine Abwägung, die jeder für sich treffen sollte.
Vergleicht man die Teilkasko in Österreich mit Ungarn, fallen Unterschiede bei den Bedingungen und Deckungssummen auf.
In Ungarn sind bestimmte Naturgefahren oder Diebstahlschäden nicht immer automatisch abgedeckt und müssen manchmal extra versichert werden. Auch die Selbstbeteiligung ist häufig höher, sodass der Versicherungsnehmer mehr aus eigener Tasche zahlen muss. Österreich bietet damit meist einen umfassenderen Schutz, insbesondere bei Naturereignissen und Wildunfällen.
Für ältere Fahrzeuge ist die Teilkasko oft eine attraktive Lösung, weil sie die wichtigsten Risiken abdeckt, ohne dass die Kosten für eine Vollkasko anfallen.
Wer sein Fahrzeug nur gegen Naturgefahren, Diebstahl oder Glasbruch absichern möchte, findet in der Teilkasko eine solide, kosteneffiziente Möglichkeit. Wer jedoch maximalen Schutz sucht, insbesondere für neue oder hochwertige Fahrzeuge, sollte zusätzlich eine Vollkaskoversicherung in Betracht ziehen, die auch selbst verursachte Unfallschäden abdeckt.
Am Ende zeigt sich:
Die Teilkasko ist mehr als nur ein optionaler Zusatz. Sie schützt vor finanziellen Überraschungen, die oft unerwartet auftreten. Wer genau weiß, wann und wie sie greift, kann sein Auto gezielt absichern, die Kosten im Rahmen halten und gleichzeitig die Sicherheit im Alltag erhöhen.
In der komplexen Welt der Versicherungen ist die Teilkasko damit ein klarer Baustein, auf den man nicht verzichten sollte.








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