Vollkasko – umfassender Schutz für dein Auto
- Eszter Mesko
- 9. Sept. 2024
- 2 Min. Lesezeit
Für viele Autofahrer ist die Vollkaskoversicherung der Inbegriff von Sicherheit.
Anders als die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflicht oder die Teilkasko schützt sie nicht nur andere, sondern vor allem den Fahrzeughalter selbst. Wer ein neues oder wertvolles Auto besitzt oder einfach auf Nummer sicher gehen möchte, findet in der Vollkasko einen umfassenden Schutz.
Doch was genau bedeutet das? Wann greift die Vollkasko, und für wen lohnt sie sich wirklich?

Die Vollkasko deckt alle Schäden ab, die auch die Teilkasko schützt – etwa durch Diebstahl, Feuer, Glasbruch, Naturgewalten oder Wildunfälle.
Der entscheidende Unterschied liegt jedoch darin, dass die Vollkasko auch selbst verschuldete Unfallschäden abdeckt.
Ein Parkrempler, ein Auffahrunfall oder ein Zusammenstoß mit einem Poller: All das wird von der Vollkasko übernommen. Damit bietet sie einen deutlich höheren Schutz, besonders bei teuren Fahrzeugen, bei denen Reparaturen schnell mehrere tausend Euro kosten können.
Ein Praxisbeispiel zeigt die Wirkung der Vollkasko:
Lisa fährt auf einer nassen Landstraße und verliert plötzlich die Kontrolle über ihr Auto. Sie rutscht gegen den Straßenrand, die Stoßstange und die Felge werden beschädigt. Ohne Vollkasko müsste Lisa die Reparaturkosten selbst tragen. Mit Vollkasko hingegen übernimmt die Versicherung sämtliche Kosten.
Hätte sie nur eine Teilkasko, wäre dies ein Fall, den die Versicherung nicht deckt, da kein Drittfahrzeug beteiligt war.
Ein anderes Beispiel:
Thomas parkt sein Auto am Straßenrand, ein Nachbar stößt aus Versehen dagegen und verursacht Lackschäden. Teilkasko würde hier nicht zahlen, weil es sich um einen Unfall mit Dritten handelt – hier greift die Haftpflicht des Verursachers.
Vollkasko deckt zusätzlich selbstverschuldete Schäden ab, bietet jedoch keine Leistung bei der Haftpflicht, da diese weiterhin für Schäden an anderen zuständig bleibt.
In Österreich ist die Vollkaskoversicherung freiwillig, aber für viele Neuwagenbesitzer oder Fahrer hochwertiger Fahrzeuge praktisch unverzichtbar. Sie ergänzt die gesetzliche KFZ-Haftpflicht und deckt nahezu alle Risiken ab, die das Fahrzeug betreffen könnten.
Auch hier spielt die Selbstbeteiligung eine Rolle: Je höher sie gewählt wird, desto niedriger sind oft die monatlichen Prämien, doch im Schadensfall muss der Versicherungsnehmer einen Teil der Kosten selbst tragen.
Vergleicht man die Vollkasko in Österreich mit Ungarn, fallen einige Unterschiede auf.
In Ungarn sind bestimmte Schäden durch Naturereignisse, Glasbruch oder Wildunfälle nicht immer automatisch abgedeckt oder mit höheren Selbstbehalten verbunden. Auch die Prämienstruktur kann variieren, sodass österreichische Versicherte tendenziell einen umfassenderen Schutz genießen.
Für Menschen, die grenznah wohnen oder regelmäßig in Ungarn unterwegs sind, lohnt sich ein genauer Blick auf die Versicherungsbedingungen, um keine Lücke zu haben.
Für viele Autofahrer stellt sich die Frage, ob Vollkasko notwendig ist oder ob Teilkasko ausreicht.
Die Entscheidung hängt vom Fahrzeugwert, dem Fahrverhalten und dem individuellen Sicherheitsbedürfnis ab. Ein neues oder teures Auto, häufige Fahrten in der Stadt oder auf Landstraßen mit hohem Verkehrsaufkommen, sowie ein Wunsch nach maximaler Absicherung sprechen klar für Vollkasko. Wer dagegen ein älteres Auto fährt, für das Reparaturen vergleichsweise günstig sind, kann oft mit Teilkasko gut auskommen.
Die Vollkasko ist also nicht einfach eine weitere Versicherung, die man „abschließt, weil es alle machen“. Sie ist ein strategischer Schutz, der Ruhe, Sicherheit und finanziellen Rückhalt im Alltag garantiert. Wer die Vollkasko richtig einsetzt, kann sich gegen nahezu alle Risiken absichern, die das eigene Fahrzeug betreffen – und genau das macht sie für viele Autofahrer zu einem unverzichtbaren Baustein.









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